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<title>Twister schreibt</title>
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<description>Twisters Kommentare zum Zustand der Welt</description>
<dc:language>de-de</dc:language>
<dc:creator>Twister</dc:creator>
<dc:date>2007-12-18T16:45:36+01:00</dc:date>
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<title>Onlinepetitionen (seufz) </title>
<dc:date>2007-12-18T16:37:57+01:00</dc:date>
<dc:creator>Twister</dc:creator>

<description><![CDATA[1. Onlinepetitionen sind im seltensten Falle Petitionen
<p><p>In den meisten Fällen handelt es sich eher um offene Briefe mit einer 
angehängten Unterschriftensammlung. Das ist nicht automatisch schlecht, 
ist aber rechtlich gesehen nicht mit einer Petition vergleichbar. Es 
gibt beispielsweise in Deutschland zur Zeit eine Onlinepetition gegen 
den Genuss von "Meeresfrüchten" da diese in lebendem Zustand zubereitet 
werden - diese Petition wurde ordnungsgemäß an den Petitionsausschuss 
des deutschen Bundestages gerichtet und man konnte sich im Zuge der 
öffentlichen Petition dort anschliessen. Rechtlich hat dies den Vorteil, 
dass sich der Ausschuss mit der Petition auseinandersetzen *muss*, bei 
den offenen Briefen samt Unterschriftensammlung (die oft als 
Onlinepetition bezeichnet werden) ist dies nicht der Fall. Sie "gammeln" 
oft einfach nur im Web herum.
<p>
2. Die Adressaten sind oft die Falschen<p>
Oft werden die "Onlinepetitionen" auch an falsche Adressaten gerichtet, 
was zur Folge hat, dass sie schlichtweg in Ablage P verschwinden. Daher 
ist es wichtig zu schauen ob die "Onlinepetition" denn auch an den 
Richtigen oder an einen nachvollziehbaren Absender gerichtet ist.
<p>
3. "Onlinepetitionen" sind nicht verifizierbar<p>
Jeder weiss ja, wie schnell man Emailadressen kreieren kann, gerade 
deshalb nimmt das "Ernstnehmen" von Onlinepetitionen auch bei den 
Verantwortlichen ab. Es ist also meist besser, einfach den offenen Brief 
selbst per Mail oder sogar per Briefpost an den Verantwortlichen zu 
senden, da so eine menschliche Person hinter dem Brief steckt.
<p>
4. Freie Fahrt für Datensammler.<p>
Jetzt kommen wir zum heiklen Punkt. Es gibt eine Menge Onlinepetitionen, 
die mit Hoaxen verbunden sind (bekanntes Beispiel dafür sind die 
Bonsaikatzen). Hier wird einerseits einfach ein mehr oder minder 
geschmackloser Scherz gemacht (Beispiel: der Mann, der "das Baby isst", 
was im Netz sogar ausführlich erklärt wurde - hier hat man mit einer 
Babypuppe, Ketchup usw. hantiert um den Anschein zu erwecken, hier würde 
jemand tatsächlich einen Säugling verspeisen) und oft auf die Tierliebe 
usw. gesetzt. Das heisst nicht, dass hinter jeder "Onlinepetition" ein 
Datensammler steckt, aber:<p>
nehmen wir beispielsweise die folgende Petition:
http://www.thepetitionsite.com/takeaction/903445567/sign
Dann haben wir hier ein Profil, dass viele sicherlich auch noch gerne 
ausfüllen weil sie denken, so wäre die Onlinepetition dann seriöser.
Aber: was hat die Zugehörigkeit bzw. Affinität zur politischen Partei 
sowie das Alter der Kinder mit der Petition zu tun? Es ist für die 
Unterschrift völlig unnötig, diese Angaben zu wissen.
(nur ein Beispiel)<p>
<p>
Das heisst, jemand, der ein Bild erstellt, welches eine Tierquälerei 
zeigt, welche man glauben will (egal aus welcher Ansicht heraus - eben 
weil man sich mittlerweile fast jede Tierquälerei vorstellen kann), der 
gleichzeitig eine "Onlinepetition" initiiert, kann auf diese Weise 
verifizierte Emailadressen sowie Personenprofile erhalten, die 
schlichtweg bares Geld wert sind. Adressenhändler (ihr kennt vielleicht 
die Mails "20.000 verifizierte Adressen für Ihre Werbung zum 
Sonderpreis") verdienen dadurch, dass sie solche Adressen haben und 
weitergeben können und auch wenn z.B. bei petitiononline.com oder 
thepetitionssite.com etwas von "Privacy" steht, weiss man nicht, wer der 
Initiator einer solchen Petition ist und was er mit den Daten macht. 
Spammer freuen sich auch über solche Adressen.
<p>
Noch schlimmer ist es, wenn die diversen Petitionen per Rundbrief 
rumgeschickt werden, oft sogar mit einem Mailanhang (*exe o.ä.) 
versehen. Warum dies schlimmer ist? Weil oft genug dieser Mailanhang 
Schadsoftware enthält und nicht selten bei jemand dadurch ein Trojaner 
o.ä. installiert wird und der eigene PC zur "Spamschleuder" 
umfunktioniert wird. Nicht jeder ist ja so vorsichtig und hat zig 
Antivirenprogramme, Firewalls usw. usf. Das heisst: hier wird schnell 
Tierliebe z.B. ausgenutzt um Adressen zu bekommen oder aber einen PC 
kontrollieren zu können. Kontrollieren heisst in dem Fall nicht, dass 
ihr nichts mehr machen könnt - aber schnell ist der eigene PC dann zum 
"Zombie" mutiert und dient eben als Spamschleuder. Für euch übrigens 
auch deshalb ungünstig weil ihr dadurch auf "Blacklists" landen könnt 
weil es heisst "xy spammt". Ihr seid dann schnell Teil eines 
"Botnetzes". (Die Bezeichnungen in Gänsefüsschen - falls unbekannt - 
können schnell nachgeschlagen werden im Web smile
<p>
<p>
Tips und Tricks deshalb:<p>
1. schauen an wen das Ganze gerichtet ist und ggf. dann schon sagen 
"Humbug"<p>
2. schauen wer dahintersteckt. <p>Falls man schlichtweg nicht wissen kann, 
wer dahintersteckt bzw. wie der mit Daten umgeht (Achtung: bei Seiten, 
bei denen man schnell Onlinepetitionen kreieren kann, ist ein 
Privacy-Statement der Seite an sich nett, heisst aber nicht, dass der 
Initiator wirklich lautere Absichten hat usw. Auch hier:
besser einmal öfter nachdenken bevor man sich nachher ärgert<p>
Im Zweifelsfall ist es besser, eine eigene Mail mit dem Wortlaut zu 
senden als vorschnell einfach so Daten preiszugeben<p>
3. Achtet darauf, was ihr preisgebt.<p> Vorsicht bei einer Abfrage von 
Daten, die für die Onlinepetitionen völlig unwichtig sind (Haben Sie 
selbst Haustiere, Haben Sie Kinder, Telefonnummerangabe usw. usf.)
Es muss euch nicht interessieren, Datenschutz zu betreiben, aber:
diese Daten sind bares Geld, wenn ihr sie also rausgebt, lasst euch 
wenigstens was dafür geben <p>
Gerade bei Telefonnummern, die abgefragt werden: Vorsicht.
Sonst freut ihr euch demnächst gleich wieder über den fünfzehnten 
Werbeanruf, der euch eine Mitgliedschaft bei einer Tierschutzvereinigung 
andrehen will usw.<p>
<p>
((Anmerkung: ich habe selbst mal in einem Callcenter für eine 
"Tierschutzvereinigung" gearbeitet, welche dann schnell als 
unsauber/unseriös bis kriminell sich outete - ich hörte dann dort auf 
und ging zur Polizei. Was ich damit meine ist: ich hab gesehen, wie die 
Leute vorgehen, wie sie an Daten herankommen usw. Das ist "social 
engineering" par excellence, u.a. auch indem es heisst "wir könnten 
Ihnen da auch per Email noch Informationen zukommen lassen oder Ihren 
Freunden, denn sie werden uns zustimmen - was dort passiert ist eine 
Sauere..." Schon trudeln die Emailadressen freiwillig ein und manch 
einer gibt dann auch noch hilfreich an, welche Freunde auch tierlieb 
sind und sicherlich auch ihren Protest ausdrücken wollen...:- (
<p>
4. Kreiert ggf. Einmalemailadressen bzw. welche, bei denen ihr 
nachvollziehen koennt, wofuer ihr sie angegeben habt um zu vermeiden, 
dass eben die Unterschrift zur Onlinepetition für Spammer wertvoll wird.
<p>
Nicht die Email nehmen, die ihr sonst auch nehmt. Kreiert etwas wie 
onlinepetition-gegen-xyz@xyz.de/com/org/net was auch immer, dann könnt 
ihr z.B. auch sehen ob auf diese Email Spam kommt. Das ist hilfreich, 
auch um z.B. in einem solchen Fall dann hier sagen zu können "Jungs, 
Mädels - die Onlinepetition hier hab ich auch unterschrieben und prompt 
kam Spam, also Finger weg"
<p>
Und am wichtigsten: Unterschreibt nicht gleich jede Petition.<p>
Das heisst nicht "engagiert euch nicht" (ganz im Gegenteil!), aber es 
heisst "seid ein wenig wachsam", denn auch draussen habt ihr ja 
"Tierschutzvereine", die euch nur Abos unterjubeln wollen usw. - da 
denkt ihr ja auch nach.<p>
Genauso sollte es bei "Onlinepetitionen" sein, bei Kettenbriefen 
(insbesondere mit Anhängen) usw. usf.<p>]]></description>
</item>
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<title>Fast wie beim Pokern</title>
<dc:date>2007-11-22T19:50:26+01:00</dc:date>
<dc:creator>Twister</dc:creator>

<description><![CDATA[Als ob wir es nicht geahnt hätten - nicht genug, dass die werte 
Bundesjustizministerin, Frau Zypries, in einem Interview die 
informationelle Selbstbestimmung kraft souveräner Willkür (oder war es 
Unwissen?) mal umdeutet, darauf angesprochen wird es noch lustiger.
<p>
Aber zu Sache. Im Deutschlandradio war es, dass Frau Zypries, auf das 
Recht auf informationelle Selbstbestimmung angesprochen, die wahlweise 
entblößenden oder entblödenden Zeilen sprach:
<b>"Aber das Recht auf informationelle Selbstbestimmung heißt doch nur, 
dass man weiß, wer welche Daten über einen speicher."</b>
<p>
Ja, verdammt, da haben wir doch die ganze Zeit über das Recht auf 
Auskunft nach dem Bundesdatenschutzgesetz mit dem auf informationelle 
Selbstbestimmung verwechselt. Wie konnte das geschehen?
Aber ruhig Blug - ein Blick auf das Urteil des 
Bundesverfassungsgerichtes lässt uns aufatmen. Nichts da mit "wer 
speichert", das ist ein Auskunftsrecht nach BDSG. Informationelle 
Selbstbestimmung heißt auf jeden Fall, dass man selbst entscheiden kann, 
welche Daten an wen gelangen.
<p>
Zitat:
Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung gewährleistet 
insoweit die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die 
Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen." 
<p>
Aha. So irritiert wie mancher fragte also Herr Brueckner auf 
abgeordnetenwatch.de nach, wie es denn sein koenne, dass Frau Zypries 
einen solchen Qu.... pardon, solchen Kommentar von sich gäbe.
<p>
Und hier nun die glorreiche Antwort:
<a 
href="http://www.abgeordnetenwatch.de/brigitte_zypries-650-5639--f78375.html#frage78375">..es 
ist richtig, dass das  Bundesverfassungsgericht in seiner Rechtsprechung 
das Recht 
auf informationelle Selbstbestimmung als die Befugnis des Einzelnen 
definiert hat, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung 
seiner persönlichen Daten zu bestimmen. Das Gericht hat dieses Recht aus 
Artikel 2 Abs. 1 in Verbindung mit Artikel 1 Abs. 1 des Grundgesetzes 
als Abwehrrecht gegenüber staatlichen Eingriffen hergeleitet. Es ist 
aber selbstverständlich nicht schrankenlos gewährleistet....</a>
<p>
Wer den Rest der Antwort liest, fragt sich zwangsläufig:
Auf welche Frage antwortet die Frau eigentlich?
Denn Herr Brückners Frage, inwiefern man das Recht auf informationelle 
Selbstbestimmung als Bundesjustizministerin so falsch definieren kann, 
ist es auf keinen Fall.
<p>
Aber das ist halt wie beim Pokern - Ablenkung ist alles.
Im Zweifelsfall halt immer irgendwas beantworten, nur nicht die Frage - 
die Leute sind dann so irritiert, dass Schweigen herrscht.
<p>
"Und Sie haben also mit dem Angeklagten zusammen beschlossen, Herrn X um 
zehntausend Euro durch betrug zu erleichtern?"
"Herr Richter... seit etwa 5 Jahren steigt die Arbeitslosenquote in 
schwindelerregende Höhen. Glücklicherweise wurde durch die Agenda2010 
ein programm initiiert..."
"ah, gut, danke. Erledigt."
So einfach ist das. Und morgen erklären wir, wie das mit dem Lügen 
funktioniert, ohne dass man dabei rot wird.]]></description>
</item>
<item rdf:about="twister.freunde-der-freiheit.de/archives/2007/11/index.html#e2007-11-16T17_49_48.txt">
<link>twister.freunde-der-freiheit.de/archives/2007/11/index.html#e2007-11-16T17_49_48.txt</link>
<title>Von Punks und anderen Verfassungsfeinden	</title>
<dc:date>2007-11-16T17:49:48+01:00</dc:date>
<dc:creator>Twister</dc:creator>
<dc:subject>Datenschutz</dc:subject>
<description><![CDATA[Man mag es kaum glauben, aber nachdem nun die von Prekasisierung und "implodieren" redenden 
Soziologen schon ins Blickfeld von den gesamten Staatsschützern gelangten, sind nun "Punkbands" 
dran. Auch wenn man Monofueralle vielleicht nicht als Punkbank sieht, dass man Texte wie "Hallo 
Verfassungsschutz" falsch verstehen kann, ist ja noch entfernt verständlich. 
"Doch irgendwann, da werd  ich auf euch schiessen" säuselt der Sänger zu einem fast schon 
rührseligem Gitarrenklang. 

<p>Und dass natürlich sowas nicht gerne gehört wird, ist sogar logisch.<br>
Dass aber 8 Monate ins Land ziehen bis jemand auf die Idee kommt, über den WhoIs Eintrag 
herauszubekommen, wer hinter der Domain steckt (nachdem man sogar schon heimlich CDs kaufte etc. 
pp) ist langsam an Tragikomik nicht mehr zu überbieten. Bei so viel Kompetenz freut man sich 
richtig auf den Bundestrojaner und Co - man mag nicht darüber nachdenken, was da dann angestellt 
wird, wenn selbst eine WhoIS-Abfrage schon überfordert.<p>

Aber wie sagt der Herr vom BKA, der immer mehr an einen krächzenden Papagei im Walsroder Vogelpark 
erinnert? "<b>Wir brauchen das...</b>" Schon klar. Auch wenn wir nicht wissen, was wir tun - wir 
brauchen
das.

Wer es nachlesen mag - hier der Link zu <a 
href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/99105">Heise Online</>.]]></description>
</item>
<item rdf:about="twister.freunde-der-freiheit.de/archives/2007/11/index.html#e2007-11-16T17_11_40.txt">
<link>twister.freunde-der-freiheit.de/archives/2007/11/index.html#e2007-11-16T17_11_40.txt</link>
<title>Welcome to NanoBlogger 3.3!</title>
<dc:date>2007-11-16T17:11:40+01:00</dc:date>
<dc:creator>n1xt3r</dc:creator>
<dc:subject>NanoBlogger Help</dc:subject>
<description><![CDATA[<p>The basic syntax is: <code>nb [-b blog_dir] [options]</code></p>
<b>How to ...</b>
<ul>
<li>create new weblog (directory) = <code>nb -b [blog_dir] -a</code></li>
<li>create new entry = <code>nb -a</code></li>
<li>create new category = <code>nb -c <em>new</em> -a</code></li>
<li>create new entry with category = <code>nb -c [cat_id] -a</code></li>
<li>list entries = <code>nb -l [all|DATE|max]</code></li>
<li>list categories = <code>nb -l <em>cat</em></code></li>
<li>list entries by category = <code>nb -c [cat_id] -l [all|DATE|max]</code></li>
<li>edit entry = <code>nb -e [entry_id]</code></li>
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<li>delete category = <code>nb -c [cat_id] -d <em>cat</em></code></li>
<li>delete entry from category = <code>nb -c [cat_id] -d [entry_id]</code></li>
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<li>import draft as entry = <code>nb -f [draft_file] -a</code></li>
<li>force update of weblog files = <code>nb -u [all|DATE|main]</code></li>
</ul>
<p>
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</p>]]></description>
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